Gefahr unterschätzt: Wattwanderer bei Föhr aus Lebensgefahr gerettet

Fünf Männer geraten bei ihrer Wattwanderung zwischen Amrum und Föhr in akute Gefahr. Seenotretter und ein Hubschrauber kommen zu Hilfe.

Fünf Wattwanderer sind zwischen den Inseln Amrum und Föhr aus akuter Lebensgefahr gerettet worden. Die Männer aus Hamburg waren im Watt von der auflaufenden Flut überrascht worden, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte.

Ein Passant hatte die Gruppe von der Amrumer Odde aus entdeckt und die Seenotretter alarmiert. Das Tochterboot eines Seenotrettungskreuzers der DGzRS erreichte die Männer rund 400 Meter vor dem Strand von Utersum auf Föhr. Wegen eines vollgelaufenen Priels hatten sie das Festland nicht mehr erreichen können. Auch ein Marinehubschrauber war im Einsatz.

Nach Angaben der Retter war sich die Gruppe der Gefahr zunächst nicht bewusst. Erst als das Rettungsboot und der Hubschrauber eintrafen, sei ihnen die Lage klar geworden, teilte die DGzRS mit. Die Wattwanderer konnten schließlich durchnässt, aber unverletzt an Land gebracht werden. Ohne Hilfe hätten sie den Weg wohl nicht mehr geschafft, hieß es.

Die DGzRS warnte davor, Wattwanderungen ohne ortskundige Begleitung und ohne Blick auf die Tidezeiten zu unternehmen: Prielströme laufen bei Flut besonders schnell voll und können binnen Minuten den Rückweg abschneiden.

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