Arbeitsmarkt: Arbeitslosenzahl im August leicht gesunken – Markt

Im August sinkt die Arbeitslosigkeit häufig. Der Rückgang fällt in diesem Jahr aber nur sehr gering aus. Die wirtschaftlichen Unsicherheiten bleiben spürbar.

Die Zahl der Arbeitslosen in Sachsen ist im August leicht gesunken. Insgesamt waren rund 151.200 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet – etwa 900 weniger als im Juli, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Juli um 0,1 Prozentpunkte auf 7,0 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 6,5 Prozent.

Deutschlandweit Drei-Millionen-Marke überstiegen

Deutschlandweit stieg die Zahl der Arbeitslosen im August im Vergleich zum Vormonat um 46.000 auf 3,025 Millionen Menschen. Das sind laut der Bundesagentur für Arbeit 153.000 mehr als im August 2024. Die Arbeitslosenquote stieg auf 6,4 Prozent.

In Sachsen gab es den Angaben nach lediglich in den Landkreisen Zwickau, Görlitz und Nordsachsen sowie Chemnitz einen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Im restlichen Freistaat nahm die Zahl ab. Am höchsten war die Quote weiterhin in Chemnitz (9,8 Prozent), dem Kreis Görlitz (8,9) und der Stadt Leipzig (8,8). Die niedrigsten Quoten wurden aus den Landkreisen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (5,4) und Erzgebirge (5,6) gemeldet. 

Unsicherheiten prägend

„Die wirtschaftlichen Unsicherheiten prägen weiterhin den Arbeitsmarkt„, sagte der Chef der Regionaldirektion, Klaus-Peter Hansen. Wie im August üblich sei die Arbeitslosigkeit zwar gesunken, jedoch nur sehr gering. Mit dem Ende der Sommerferien hätten wieder mehr Menschen eine Arbeit gefunden und viele Jugendliche mit einer Ausbildung begonnen. Für September rechnet Hansen ebenfalls mit einem leichten Rückgang.

Tausende Jobs im verarbeitenden Gewerbe verloren

Bei den sozialversicherungspflichtigen Jobs setzt sich die negative Entwicklung in Sachsen fort. Nach den aktuellsten Zahlen der Regionaldirektion gingen im Juni 1.700 weniger Menschen einer entsprechenden Beschäftigung nach, im Vergleich zum Vorjahr waren es rund 12.300 weniger. Insgesamt gab es demnach 1,63 Millionen Beschäftigte. 

Besonders das Verarbeitende Gewerbe (minus 8.100) und die Zeitarbeit (minus 4.500) sind von dieser Entwicklung betroffen. Zuwächse gab es binnen Jahresfrist vor allem im Bereich Heime und Sozialwesen (plus 3.700) und im Gesundheitswesen (plus 2.900).

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