Festival mit Besucherrekord: Schleswig-Holstein Musik Festival meldet Besucherrekord

Das Schleswig-Holstein Musik Festival endet in Kürze. Erstmals seit Gründung wurden in diesem Jahr mehr als 200.000 Besucher gezählt. Wann das Festival im nächsten Jahr startet, steht bereits fest.

Das Schleswig-Holstein Musik Festival geht am Wochenende mit einem Rekord zu Ende. 202.000 Menschen hätten in den zurückliegenden acht Wochen die 203 Konzerte besucht, teilte das Festival mit. „Damit haben wir erstmals die Grenze von 200.000 Besuchern überschritten“, sagte eine Sprecherin. 

Das Festival geht am Wochenende mit zwei Konzerten in der Lübecker Musik– und Kongresshalle (MuK) zu Ende. Auf dem Programm steht Giuseppe Verdis monumentale „Messa da Requiem“ mit mehr als 240 Mitwirkenden. Beide Konzerte sind nach Angaben des Festivals ausverkauft.

Mehr Plätze bei einigen Spielstätten

Die Auslastung der Konzerte in Schleswig-Holstein, Dänemark, Hamburg und im Norden Niedersachsens lag mit 92 Prozent dagegen etwas unter der des Vorjahres, als sie 95 Prozent betragen hatte. Als Grund für die geringere Auslastung trotz höherer Besucherzahlen nannte die Sprecherin, dass einige Spielstätten in diesem Jahr deutlich mehr Plätze gehabt hätten. 

So sei der Musiker Sting im Juni auf dem Nordmarksportfeld in Kiel vor rund 20.000 Zuhörern aufgetreten. „Solche großen Veranstaltungsflächen sind natürlich schwerer zu füllen, als Kirchen oder Scheunen“, sagte die Sprecherin.

Festival wurde 1985 gegründet

Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr die Musikmetropole Istanbul, Porträtkünstler war der türkische Pianist und Komponist Fazil Say. Insgesamt reichte das Programmspektrum von der Klassik über Hip-Hop, Jazz und Soul bis zur Weltmusik. Besonders die mehr als 60 Konzerte im Rahmen des Istanbul-Schwerpunkts seien oft zu Partys geworden, bei denen bis tief in die Nacht getanzt und gefeiert worden sei, sagte die Festivalsprecherin. Dazu gehörten Auftritte der kurdischen Sängerin Aynur, des Kolektif Istanbul oder der israelisch-türkischen Folk-Band Light in Babylon.

Der Festivalsommer habe gezeigt, wie mächtig Musik darin sei, Menschen über alle Grenzen hinweg zu verbinden, sagte Festivalintendant Christian Kuhnt. „Schöner hätten wir den 40. Festivalgeburtstag nicht feiern können“, sagte er. Das Festival wurde 1985 von Justus Frantz gegründet. Das 41. Festival soll am 4. Juli 2026 beginnen. Welche Stadt und welcher Künstler dann im Mittelpunkt stehen werden, wurde bislang nicht bekannt gegeben.

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