Spielabbrüche als Folge: Mehr Fälle von Gewalt und Diskriminierung im Amateurfußball

Im Amateurfußball Sachsen-Anhalts gab es zuletzt mehr dokumentierte Fälle von Gewalt und Diskriminierung. Der Verband sieht dringenden Handlungsbedarf und spricht von einem Weckruf.

Im Amateurfußball in Sachsen-Anhalt hat es in der vergangenen Saison mehr Fälle von Gewalt und Diskriminierungen gegeben. Wie der Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA) mitteilte, sind insgesamt 90 entsprechende Fälle dokumentiert worden. Dies sei im Vergleich zum Vorjahr ein marginaler Anstieg. Der FSA ziehe daher eine durchwachsene Bilanz zur vergangenen Saison. 

Vor allem Schiedsrichter und Spieler betroffen

Betroffen seien vor allem Schiedsrichter und Spieler gewesen, in einigen Fällen auch Zuschauer, sagte ein Verbandssprecher. Bei den Beschuldigten habe es sich überwiegend um Spieler gehandelt. Aber auch Zuschauer und Vereinsverantwortliche seien auffällig geworden. Die Vorfälle reichten demnach von verbalen Angriffen bis hin zu körperlichen Übergriffen, die teils auch zu Spielabbrüchen führten. 

Der Verband bewertet die Entwicklung nach eigenen Aussagen als inakzeptabel und sieht weiteren Handlungsbedarf. „Die Zunahme von Diskriminierung und Gewalt stellt eine ernsthafte Bedrohung für das gesellschaftliche Miteinander im Amateurfußball dar“, sagte Verbandssprecher Robert Kegler. Die Zahlen seien ein deutlicher Weckruf, dass Verband, Vereine und Gemeinschaft aktiv gegensteuern müssten. Als Maßnahmen regt der Verband unter anderem Schulungen für Ordner auf den Fußballplätzen an, sowie eine Überprüfung des Schiedsrichtereinsatzes bei brisanten Spielen hinsichtlich Alter und Erfahrung und alternative Sanktionen.

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