US-Ermittler: Schütze von Minneapolis wollte Kinder töten

Der Schütze des tödlichen Schusswaffenangriffs auf einen Kindergottesdienst in der US-Stadt Minneapolis war nach Angaben der Ermittler „besessen von der Idee, Kinder zu töten“. „Der Schütze äußerte Hass gegenüber fast jeder erdenklichen Gruppe“, darunter Mexikaner, Christen und Juden, sagte der amtierende US-Staatsanwalt für den US-Bundesstaat Minnesota, Joseph Thompson, am Donnerstag (Ortszeit) vor Journalisten, nachdem Ermittler Videos und Texte des Täters gesichtet hatten. „Das Herz des Schützen war voller Hass“, sagte Thompson.

Insbesondere „war der Schütze von der Idee besessen, Kinder zu töten“, betonte er. Die einzige Gruppe, die der Angreifer demnach nicht hasste, waren „die berüchtigtsten Schützen von Schulmassakern und Massenmörder in der Geschichte unseres Landes“, sagte Thompson. Diese Menschen habe er „vergöttert“. 

Der Täter hatte am Mittwoch mit Schusswaffen in eine Kirche in der Nähe einer Schule in Minneapolis, der bevölkerungsreichsten Stadt im US-Bundesstaat Minnesota, gefeuert, und dabei zwei Kinder getötet. Nach dem Angriff beging er auf einem nahegelegenen Parkplatz Suizid.

Der Schütze hinterließ ein Manifest aus Online-Videos und hunderten Seiten Text, welches die Ermittler auf der Suche nach einem Motiv durchforsteten.  

Die Todesopfer waren den Angaben zufolge acht und zehn Jahre alt. 15 weitere Kinder sowie drei ältere Menschen wurden verletzt. Ein Kind und ein Senior schwebten nach den Angaben von Ärzten in Lebensgefahr.

FBI-Chef Kash Patel hatte zuvor erklärt, der Angriff werde als „inländischer Terrorakt“ und „Hassverbrechen gegen Katholiken“ untersucht. Patel sagte, der Schütze sei als Robin Westman identifiziert worden. Als Robert Westman geboren, änderte der zum Zeitpunkt der Tat 23 Jahre alte Westman im Jahr 2020 seinen Vornamen und identifizierte sich fortan als Frau.

Der Täter war nicht vorbestraft und hatte die Waffen kurz vor dem Attentat legal erworben.

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