Wer Milliardär werden will, muss meist bis zum Lebensende warten, oder? Nicht ganz. Selbst wer nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren ist, kann jung Milliardär werden.
Geld zu scheffeln dauert meist ein Leben lang. Dafür sprechen zumindest die Zahlen: Ungefähr ein Drittel aller Milliardäre auf der ganzen Welt sind zwischen 50 und 80 Jahren alt. Doch auch wenn sie schwindend gering ist: Es gibt eine kleine Wahrscheinlichkeit, in diesen Geldsegen hineingeboren zu werden.
Einer von ihnen ist Johannes von Baumbach. Der 19-Jährige verfügt über ein Vermögen von 5,4 Milliarden US-Dollar und ist damit laut dem Wirtschaftsmagazin „Forbes“ der jüngste reichste Mensch der Welt.
Viel mehr ist über den Erben des weltweit größten privaten Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim kaum bekannt. Drei Geschwister in den Zwanzigern soll er haben. Auch sie sind mit jeweils 5,4 Milliarden US-Dollar an dem Unternehmen beteiligt. Das Vermögen beruht auf Aktienbesitz. Die Familie gehört zu den Mitbegründern des Arzneimittelherstellers. Geführt wird er von dem Onkel der vier Kinder, Hubertus von Baumbach.
Nur zwei Jung-Milliardäre haben ihren Reichtum nicht geerbt
Johannes von Baumbach ist zwar der jüngste Milliardär der Welt – aber nicht der einzige. Der Wohlstand, auch das zeigt das „Forbes„-Ranking, ist ungleich verteilt: Demnach leben die meisten der gezählten 21 Jung-Milliardäre in Europa; 15 von ihnen allein in Deutschland. Die meisten von ihnen haben ihr Vermögen nicht selbst erarbeitet, sondern geerbt oder halten, wie der Ingelheim-Erbe, Anteile am Familienbesitz.
Zu ihnen zählen auch Sophie und Marc Fielmann. Die Kinder von Günther Fielmann haben einen Großteil seines Brillenimperiums nach dem Tod ihres Vaters geerbt. Er gründete die Firma im Jahr 1972 und starb im vergangenen Jahr. Seitdem leitet sein Sohn Marc das Unternehmen alleine. Seine Schwester übernimmt keine Rolle in der Firma, besitzt aber ein Drittel der Unternehmensaktien.
Forbes listet Milliardäre auf
Lediglich zwei der von „Forbes“ gelisteten Jung-Milliardäre haben sich ihren Reichtum selbst aufgebaut. Der 29-jährige Australier Ed Craven ist Mitbegründer eines der größten krypto-gestützten Onlinecasinos der Welt. Umsatz: 4,7 Milliarden Euro allein im vergangenen Jahr. Der 28-jährige US-Amerikaner Alexandr Wang sichert seinen Reichtum durch die Mitbegründung des KI-Unternehmens Scale AI.