Arbeitsmarkt: Typische Männer- und Frauenberufe halten sich hartnäckig

Warum arbeiten fast keine Männer als Floristen und kaum Frauen im Tiefbau? Die Statistik zeigt: Es gibt nach wie vor Geschlechtertrennung im Berufsleben.

Im Tiefbau sind Frauen rar, in der Floristik die Männer: In Sachsen gibt es nach wie vor Berufe, in denen fast ausschließlich Männer oder Frauen arbeiten. Das geht aus einer Auswertung der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit hervor. 

Anlass ist der Girls’Day und der Boys’Day, die bundesweit an diesem Donnerstag begangen werden. Dazu sind Schülerinnen und Schüler aufgerufen, traditionelle Rollenbilder zu überwinden und in Berufe zu schnuppern, die vom jeweils anderen Geschlecht dominiert werden. 

In diesen Berufen dominieren Frauen oder Männer

Die Top 3 der Berufe in Sachsen, in denen vor allem Männer arbeiten, sind laut Regionaldirektion Tiefbau (97,0 Prozent), Energietechnik (96,0) und Bodenverlegung (95,9). Bei Frauen sind es Floristik (95,5), Arzt und Praxishilfe (93,3) sowie Verkäuferin in Drogerien und Apotheken (91,1). 

Es gebe nach wie vor typische Frauen- und Männerberufe, konstatierte der Chef der Regionaldirektion, Klaus-Peter Hansen. Mit dem Girls‘ und dem Boys’Day sollen junge Menschen ermuntert werden, ihren Weg abseits gesellschaftlicher Klischees zu gehen, so Hansen.

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