Mit dem geplanten Wechsel an der Regierungsspitze Niedersachsens steht auch eine Neubesetzung im Aufsichtsrat von Volkswagen an. Für Olaf Lies ist die Aufgabe des Landes bei dem Autobauer klar.
Bei Volkswagen will Olaf Lies als neuer Ministerpräsident Niedersachsens die seiner Einschätzung nach erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers fortsetzen. Das Wirken Stephan Weils im Aufsichtsrat des Konzerns habe zu den Standortentwicklungen bei Europas größtem Autobauer beigetragen, sagte Lies. „Es ist selbstverständlich, dass das Land weiter seine Verantwortung übernehmen wird“, kündigte der SPD-Politiker an.
Der langjährige Regierungschef Niedersachsens hatte am Dienstag angekündigt, sich im Mai sowohl als SPD-Landesvorsitzender als auch als Ministerpräsident zurückziehen zu wollen. Lies soll ihm in beiden Ämtern nachfolgen und damit auch den Platz im Aufsichtsrat und im Präsidium des Kontrollgremiums übernehmen.
Niedersachsen ist mit 20 Prozent an dem Wolfsburger Unternehmen beteiligt. Nach der Satzung Volkswagen AG ist das Land damit berechtigt, zwei Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden. Derzeit sitzt neben Ministerpräsident Weil auch seine Stellvertreterin und Kultusministerin Julia Willi Hamburg von den Grünen in dem Gremium.
Lies sagte, er sei froh, dass er sich an der erfolgreichen Arbeit Weils orientieren könne. Dabei kann der 57-Jährige auch auf eigene Erfahrung zurückgreifen. Von 2013 bis 2017 saß er bereits in dem Gremium, damals als Wirtschaftsminister des Landes zusammen mit Regierungschef Weil.