2. Bundesliga: Düsseldorf trifft nicht und hadert

Vier Großchancen, kein Tor: Nach dem 0:0 gegen Karlsruhe offenbart Torhüter Florian Kastenmeier „gemischte Gefühle“. Gelingt in der Länderspielpause ein entscheidender Schritt nach vorn?

Stark gespielt, kein Gegentor kassiert und trotzdem nicht zufrieden: „Es sind gemischte Gefühle“, fasste Torhüter Florian Kastenmeier die Gemütslage bei Fortuna Düsseldorf nach der Partie gegen den Karlsruher SC zusammen. Dabei war das torlose 0:0 am Samstagabend nach zwei Auftaktpleiten zu Saisonbeginn immerhin das dritte Pflichtspiel in Folge ohne Niederlage – den Erstrundensieg im DFB-Pokal eingerechnet.

„Mit dem 0:0 müssen wir leben, können wir leben – aber sicherlich schlechter als der Gegner“, sagte Fortuna-Trainer Daniel Thioune. Obwohl mit dem KSC nicht irgendein Team zu Gast war, sondern eines, das in dieser Saison noch gar nicht verloren hat. „Wir wollten aber unbedingt gewinnen, das ist uns nicht gelungen. Das nervt uns“, sagte Mittelfeldspieler Tim Oberdorf.

Torhüter moniert ungefährlichen Abschluss

Dabei waren die Düsseldorfer die bessere Mannschaft, hatten vier Großchancen – und die Karlsruher keine. „Es fehlt uns aber an Genauigkeit. Wenn 80 Prozent der Bälle in den Oberrang fliegen, ist es ein bisschen schwierig“, monierte Torhüter Florian Kastenmeier. 

Trainer Thioune sah es ähnlich: „In den letzten Wochen ist uns unsere Defensive um die Ohren geflogen, jetzt wird es wahrscheinlich mehr Kritik an der Offensive geben. Weil es zu wenig Torabschlüsse für ein Heimspiel waren.“ Zugleich zeigte er sich optimistisch, dass „wir auch da noch viel Potenzial haben“.

Fortuna will Länderspielpause nutzen

Erst am Montag war der slowenische Nationalstürmer Zan Celar von den Queens Park Rangers an den Rhein gewechselt. Gegen den KSC kam er von der Bank ins Spiel und blieb unauffällig. „Die Länderspielpause kommt uns ganz gelegen, die neuen Spieler zu integrieren. Dann fällt es sicher leichter, in die Abläufe zu kommen“, sagte Thioune. 

Doch die Gemütslage bei den Düsseldorfern ist derzeit eben gemischt. Torhüter Kastenmeier antwortete auf die Frage, ob die Länderspielpause gelegen komme, um Abläufe einzustudieren: „Wir stellen sechs Nationalspieler oder wie viele auch immer, da wird es schwierig mit dem Einspielen.“

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