Formel 1: Piastri setzt sich in Zandvoort durch – Verstappen Dritter

In Zandvoort geht es in der Qualifikation richtig eng zu – zumindest im Duell der beiden McLaren. Oscar Piastri sichert sich den ersten Startplatz.

Im packenden Formel-1-Titelduell hat sich Oscar Piastri dank einer Fabelrunde in den Dünen von Zandvoort den nächsten Vorteil verschafft. Mit der Winzigkeit von nur 0,012 Sekunden Vorsprung sicherte sich der WM-Spitzenreiter den ersten Startplatz für den Großen Preis der Niederlande und bezwang seinen McLaren-Teamkollegen Lando Norris einmal mehr. „Ich war im richtigen Moment da. Ich bin sehr glücklich, dass es geklappt hat“, sagte der Australier.

McLaren „in einer eigenen Liga“

Der 24-Jährige liegt vor dem Grand Prix am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) in der Gesamtwertung nur noch neun Punkte vor dem Briten Norris. „Ich bin etwas enttäuscht, aber es hätte auch anders ausgehen können. Aber das ist nicht das Ende der Welt“, sagte der knapp geschlagenen Norris, der zuvor in allen drei Trainings an der Nordseeküste die Bestzeit gesetzt hatte. Einem weiteren McLaren-Sieg sollte jedenfalls wenig im Weg stehen. „Das Auto fährt wirklich in einer eigenen Liga“, sagte McLaren-Boss Zak Brown bei Sky.

An der Spitze wurde das Duell um Rang eins im Verlauf des Qualifyings immer enger. Zu Beginn der entscheidenden dritten K.-o.-Runde legte Piastri mit der Bestzeit vor und lag hauchdünn vor Norris. Dieser konnte mit dem letzten Versuch nicht mehr kontern und musste seinem Stallrivalen den Platz ganz vorn überlassen, der in Zandvoort besonders wertvoll ist.

Der erste Startplatz ist in Zandvoort besonders wichtig

In den vergangenen vier Jahren gewann der Polesetter immer auch das anschließende Rennen. 2024 gelang das ausgerechnet Norris, bei den drei Austragungen zuvor konnte sich jeweils Max Verstappen durchsetzen. Der Weltmeister aus den Niederlanden belegte dieses Mal bei seinem Heimspiel den dritten Platz der Zeitenjagd.

Mit 0,263 Sekunden Rückstand hatte der Red-Bull-Star allerdings keine echte Chance auf die vorderste Startreihe. „Dieses Wochenende war schwierig für uns, deswegen bin ich über das Ergebnis sehr glücklich“, sagte der 27-Jährige, der von seinen Landsleuten bei Sonnenschein auf den Tribünen frenetisch unterstützt wurde: „Die Energie ist großartig. So viel Orange zu sehen, ist schon besonders. Ich bin sehr froh, hier zu sein.“

Wind verdirbt Hülkenberg die Zeitenjagd

Ob er im Rennen für eine Überraschung sorgen kann? „Schauen wir mal, was wir machen können“, sagte der viermalige Champion und ergänzte: „Wir müssen uns vor allem auf unser Rennen konzentrieren, die McLaren sind schon sehr schnell.“ Seinen fünften Titelgewinn nacheinander hat Verstappen quasi bereits abgeschrieben. Er liegt schon 97 Punkte hinter Piastri.

Bitter endete der Tag für den Rheinländer Nico Hülkenberg. Der 38-Jährige musste seinen Sauber schon nach dem ersten Qualifikationsabschnitt abstellen, nach Platz 17 sind die Aussichten auf WM-Punkte schlecht. „Es ist sehr, sehr eng. Es sind Kleinigkeiten“, sagte Hülkenberg bei Sky. Seine schnellen Runden hätten sich zwar gut angefühlt: „Aber der Wind hat uns das Leben etwas schwieriger gemacht.“

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