Jimi Blue Ochsenknecht schmort seit über zwei Wochen in Untersuchungshaft. Im Netz löst die strafrechtliche Konsequenz seines Betrugs-Vorwurfes gespaltene Meinungen aus.
Der Schaupieler Jimi Blue Ochsenknecht befindet sich seit mehr als zwei Wochen in Untersuchungshaft, seit Tagen wird er mit unzähligen Zwischenstopps mit einem Gefangenentransport offenbar in Richtung Justizanstalt Innsbruck gefahren (lesen Sie hier, warum der Transport so lange dauert). Deutschland liefert den 33-Jährigen aus, dorthin, wo er mit einem internationalen Haftbefehl gesucht wird.
Und das alles wegen des Vorwurfs Betrug. 2021 feierte er in Österreich eine dicke Geburtstagssause zu seinem 30., doch die Rechnung hat er seitdem nicht beglichen. Daher wird er sich nun, Jahre später, vor Gericht dem Vorwurf des Betrugs stellen müssen. Rein rechtlich ist das Vorgehen der Inhaftierung und Auslieferung ohne Frage statthaft, das bestätigte auch der Strafverteidiger Dr. Friedrich Fülscher im Interview mit dem stern. Doch emotional sieht die Wahrnehmung dieses Vorgehens bei vielen Menschen anders aus.
In den Kommentaren unter dem Instagram-Beitrag des stern zu diesem Fall liest man geteilte Meinungen. Einige Nutzer äußern sich mit deutlichen Standpunkten, dass sie diesen Vorgang der Justiz maßlos überzogen finden. „Das ist übertrieben und völlig über das Ziel hinaus. Promis, die wegen Steuerhinterziehung angeklagt sind, werden nicht so vorgeführt“, schreibt eine stern-Followerin. Ein anderer User schreibt: „Bisschen drüber das Ganze“. Aber auch noch deutlichere Kritik am juristischen System wird laut: „Also es gibt doch wohl viel dringendere Fälle????“, „Hat die Justiz nichts Wichtigeres zu tun und richtige Verbrecher zu jagen?“ oder „Ochsenknecht ausliefern, aber Netanjahu einladen, hahahaahaha“, schreiben die Menschen.
Eine Nutzerin analysiert: „Die Party ist bezahlt. Und eine Strafe wegen Betrugs könnte man ihm auch so aufbrummen. Die Kosten, die hier zusätzlich entstehen, stehen doch in keinem Verhältnis!“
Michelle Monballijn bezieht klare Stellung zu Jimi Blue Ochsenknecht
Auch eine Prominente hat sich bereits positioniert. „(…) Ich kenne ihn schon, seit er 16 ist. Er war immer sehr respektvoll zu mir und hat am Set gut abgeliefert. Er ist halt schon sehr früh berühmt geworden und das macht etwas mit einem Menschen. Er konnte es vielleicht nicht besser“, erklärt die Schauspielerin Michelle Monballijn in ihrer Story. Gleichzeitig reflektiert sie aber auch: „Ja, du hast Scheiße gebaut. Aber ich stimme Yeliz zu: Sowas hast du nicht verdient.“
Jimi Blue Ochsenknechts Ex-Freundin und Mutter seiner Tochter Snow, Yeliz Koc, hatte zuvor im Interview mit „taff“ gesagt: „Mir tut das wahnsinnig leid für Jimi, dass er da jetzt in einer winzigen Zelle ist, eine Stunde am Tag raus kann.“
Doch es gibt auch viele Stimmen, die der Auslieferung und Inhaftierung des 33-Jährigen zustimmen. Ebenfalls bei Social Media findet man Kommentare wie: „Ist ja so weit alles nachvollziehbar. Wo ich dann Probleme bekomme ist, wenn auf der anderen Seite Straftäter, die immer wieder durch Gewaltdelikte auffallen, frei rumlaufen. Da passt dann die Verhältnismäßigkeit nicht mehr.“ oder „Selber schuld. Hätte der zahlen müssen.“
Manche User sind auch deutlich dafür, dass Jimi Blue nach Österreich ausgeliefert wird: „Richtig so. Straftaten müssen geahndet werden“ und „Ein ganz normaler juristischer Vorgang, mehr nicht.“ Manch einer hat auch Verständnis für den geschädigten Gastronomen: „Er hatte doch mehrere Jahre Zeit, die Rechnung zu begleichen, die Party war 2021… Offenbar dachte er, dass er als Promi damit durchkommt. Als ehemaliger Gastronom kann ich das Hotel gut verstehen, die müssen ihre Rechnungen und natürlich auch das Personal bezahlen (…)“.