Mit seiner starken Export- und Industrieorientierung ist das Saarland besonders betroffen von den angekündigten Strafzöllen der USA. Das sagt Wirtschaftsminister Barke dazu.
Der saarländische Wirtschaftsminister Jürgen Barke (SPD) hat angesichts der neuen Strafzölle von US-Präsident Trump zu Besonnenheit und Geschlossenheit in der EU aufgerufen. Auch im Saarland mit seiner hohen Industriequote und Exportorientierung in die USA würden die Auswirkungen zu spüren sein. „Wir dürfen jetzt aber nicht in Panik verfallen oder vorzeitig Zugeständnisse machen“, teilte er auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
Deutschland müsse seine Wirtschaft nun „sturmfest“ machen, indem man etwa die Binnennachfrage ankurble und bessere Rahmenbedingungen für die Produktion schaffe – auch bei den Energiekosten. „Die Europäische Union muss ihrerseits klar zeigen, dass wir entschlossen reagieren können, aber auch zu Verhandlungen bereit sind.“ Europa gehöre zu den leistungsstärksten Volkswirtschaften der Welt. „Wir haben allen Grund, selbstbewusst aufzutreten“, so Barke. Aber nur, wenn man in Europa zusammenstehe, erreiche man die nötige Durchschlagskraft.
„Ironischerweise leistet Trump mit seinem Gebaren ja einen großen Beitrag dazu, die EU zu einen, wie nie zuvor“, bilanziert der Minister. „Wenn wir jetzt die richtigen Schritte gehen, hat uns der amerikanische Präsident mitunter sogar einen Gefallen getan.“