Nach vielen turbulenten Jahren setzt der deutsche Fußball in den internationalen Gremien auf Kontinuität. Beim UEFA-Kongress in Belgrad wird das Spitzenduo in seinen Ämtern bestätigt.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFL-Boss Hans-Joachim Watzke vertreten den deutschen Fußball weiter in den Gremien der internationalen Spitzenverbände. Die Funktionäre wurden beim UEFA-Kongress in Belgrad für vier Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Neuendorf vertritt die Europäische Fußball-Union im Council des Weltverbandes FIFA. Watzke bleibt Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees.
Gut 87 Prozent für Watzke
Bevor die Bestätigung von Neuendorf im Amt bei vier Kandidaten für vier Posten vorab sicher war und per Akklamation erfolgte, hatte sich Watzke gegen zehn Mitbewerber einer Wahl stellen müssen. Der 65-Jährige bekam bei der Abstimmung der 55 UEFA-Verbände 48 Stimmen im ersten Wahlgang und sicherte sich somit einen von sieben freien Plätzen. Nur der Niederländer Frank Paauw hatte mit 49 Stimmen ein besseres Ergebnis.
Watzke wird zum Jahresende seinen Posten in der Geschäftsführung von Borussia Dortmund aufgeben, will sich aber sich im September erneut zum Sprecher des Präsidiums der Deutschen Fußball Liga (DFL) wählen lassen.
Signal für deutsche EM-Bewerbung
Das klare UEFA-Votum für Watzke kann auch als Mutmacher für die deutsche Bewerbung um die Frauen-EM 2029 gewertet werden. Der Gastgeber für das Turnier wird Ende des Jahres durch das UEFA-Exekutivkomitee bestimmt.
Der frühere ukrainische Weltklassestürmer Andrij Schewtschenko verpasste den Einzug ins UEFA-Exekutivkomitee deutlich. Die Amtszeit von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin läuft noch bis 2027.