Umzug in die Friedrichstraße?: ZLB sammelt 20.000 Unterschriften für Lafayette-Idee

Die Zentral- und Landesbibliothek will die Idee für einen Umzug in das ehemalige Lafayette-Gebäude nicht aufgeben. Derweil laufen laut der Kulturverwaltung weiter „konstruktive Gespräche“.

Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) hat mehr als 20.000 Unterschriften für die Idee gesammelt, in das ehemalige Lafayette-Gebäude an der Friedrichstraße zu ziehen. Zu den Erstunterzeichnern gehören etwa Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Hartmut Dorgerloh, Generalintendant des Humboldt Forums, wie auf der Online-Unterschriftenliste zu sehen ist.

Ende Juli hatte das Luxuskaufhaus der französischen Warenhauskette Galeries Lafayette zum letzten Mal geöffnet. Kultursenator Joe Chialo (CDU) hatte die Idee vorangetrieben, die dringend sanierungsbedürftige ZLB in das Gebäude Q207 ziehen zu lassen. Sie ist bislang an zwei Standorten am Blücherplatz und in der Breiten Straße untergebracht. Seit Jahren wird ein neuer Platz gesucht.

Kulturverwaltung: Gespräche laufen weiterhin

Die Unterschriftenliste sei keine Petition oder eine Abstimmung, sondern solle die Zustimmung von Berlinerinnen und Berliner sichtbar machen, sagte eine Sprecherin der ZLB. Viele Menschen hätten signalisiert, dass sie den Umzug für eine gute Idee hielten.

Noch sind viele Fragen offen, etwa die Finanzierung in Zeiten knapper Kassen im Landeshaushalt. Die Kulturverwaltung hatte kürzlich auf Anfrage mitgeteilt, dass „weiterhin konstruktive Gespräche mit Akteurinnen und Akteuren aus Politik und Wirtschaft“ laufen. Die besprochenen Modelle sähen unter anderem private Investitionen als Finanzierungsquelle vor.

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