„Bares für Rares“: Eklat im Händlerraum: Fabian Kahl düpiert seinen Kollegen

Julian Schmitz-Avila hätte das Brettspiel so gerne gekauft. Doch bei „Bares für Rares“ wird er von Fabian Kahl ausgestochen. Der offenbart danach seine wahren Absichten.

Ein altes Brettspiel haben Doris und Winfried Bauer im Gepäck, als sie das Pulheimer Walzwerk besuchen. Die Eheleute aus Kludenbach im Hunsrück fanden es in dem Haus, das sie gekauft haben, und möchten es gerne bei „Bares für Rares“ verkaufen. „Wir denken, jemand anderes hat mehr Freude daran“, sagt Doris Bauer.

„Fröhliche Reinfahrt“ lautet der Titel des Spiels, das, wie Detlev Kümmel erklärt, in den 1930er Jahren von dem Verlag Josef Scholz in Mainz herausgebracht worden sei. Die Illustrationen stammen von dem Künstler Fritz Westenberger. Es handele sich um ein Würfelspiel für sechs Spieler, so der Experte, bei dem man mit dem Dampfschiff verschiedene Stationen entlang des Rheins abklappert. 

„Bares für Rares“: Heimatgefühle bei Julian Schmitz-Avila

40 bis 50 Euro hätten die Eheleute gerne dafür. Das sieht Kümmel deutlich optimistischer: Er schätzt den Wert des gut erhaltenen Brettspiels auf 100 bis 150 Euro.

Im Händlerraum hat das Objekt sofort einen Interessenten: „Das ist meine Heimat, Junge“, ruft Julian Schmitz-Avila erfreut aus, als er das Brett zusammen mit Fabian Kahl inspiziert. Ganz feuchte Augen bekommt der Händler, als er von seinem Ausflug in der 4. Klasse erzählt, bei dem er mehrere Stationen des Spiels besucht hat. 

Die Auktion startet er mit einem Gebot in Höhe von 80 Euro. Fabian Kahl hält dagegen. Jedes Gebot von Schmitz-Avila kontert er. Als 150 Euro geboten sind, erhöht Kahl auf 160 Euro. „Du bist eine Kollegensau“, kritisiert Steve Mandel. „Das ist doch unfassbar“, findet auch Markus Wildhagen. Entnervt wirft Julian Schmitz-Avila das Handtuch.

Nachdem er seinen Konkurrenten ausgestochen hat, offenbart Fabian Kahl seine wahren Absichten. „Julian“, fragt er, „darf ich dir dieses wunderschöne Spiel als mein Freund zum Geschenk machen?“. Der nimmt gerne an – und beide Männer fallen sich in den Arm. Happy End im Händlerraum.

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