Deutliche Rückgänge im verarbeitenden Gewerbe sorgen für die negative Entwicklung. Der Vergleich mit Deutschland insgesamt macht das Bild auch nicht besser – im Gegenteil.
Die Wirtschaftsleistung in Rheinland-Pfalz ist im dritten Jahr in Folge gesunken. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahm nach vorläufigen Berechnungen im Jahr 2024 um 1,1 Prozent ab, wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilte.
Die Wirtschaftsleistung in Rheinland-Pfalz habe sich damit schwächer als in fast allen anderen Bundesländern entwickelt. Im Bundesdurchschnitt sank die Wertschöpfung um 0,2 Prozent.
Industrie schwächelt
Vor allem das verarbeitende Gewerbe habe einen erheblichen Anteil am Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung im vergangenen Jahr, berichteten die Statistiker. Auch im Maschinenbau und in der Pharmaindustrie habe es eine schwächere Entwicklung im Jahresvergleich gegeben. Die Industrie erwirtschaftet in Rheinland-Pfalz 21 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung.
Deutliche Rückgänge in der Industrie hatten bereits im Jahr 2023 für ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung gesorgt. Um 4,3 Prozent nahm das Bruttoinlandsprodukt ab. Mit dieser Entwicklung rangierte Rheinland-Pfalz im Ländervergleich am unteren Ende. Im Jahr 2022 wurde ein rückläufiges BIP von 0,2 Prozent in Rheinland-Pfalz verzeichnet.
Geringe Erwerbstätigkeit
Die Erwerbstätigkeit verringerte sich im vergangenen Jahr erstmals seit 2020 wieder leicht um 0,2 Prozent, wie das Landesamt weiter mitteilte. Im Jahresdurchschnitt arbeiteten 2,06 Millionen Erwerbstätige in Rheinland-Pfalz. Das Arbeitsvolumen, also die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden aller Erwerbstätigen, habe 2024 ebenfalls abgenommen. Es sei um ein Prozent auf 2,68 Milliarden Stunden gesunken.