Kaum Regen: März im Norden bislang sehr trocken – Negativrekord möglich?

Die Sonne scheint und Regen ist weit und breit kaum in Sicht gewesen. Der Norden war in den vergangenen Wochen sehr trocken. Das steht schon fest. Unklar ist noch, ob ein Negativrekord gebrochen wird.

Der März 2025 könnte im Norden einer der trockensten seit vielen Jahren werden. Bislang seien in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern lediglich etwa 1 bis 5 Liter Niederschlag gemessen worden, sagte Meteorologe Andreas Tschapek vom Deutschen Wetterdienst (DWD) der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. „In Hamburg sind es bislang knappe 2 Liter. An einzelnen Stationen an der Nordsee sind es auch mal 14 Liter.“ Normalerweise gibt es im Norden im März etwa 50 Liter Niederschlag. „Tendenziell ist der März im Vergleich zu den anderen Jahren trocken.“ 

Trockenheitsrekord? Das steht erst am 31. März fest

Ob der März 2025 aber auch als der trockenste seit Beginn der Statistik in die Bücher eingehen wird, sei noch völlig unklar. „Da sind wir noch vorsichtig. Eine Gesamtschau ist erst nach dem 31. März möglich.“ Und am Sonntag könnte es im Norden auch durchaus noch einmal nass von oben werden. 

Grund dafür ist der schwächer werdende Hochdruckeinfluss. Gleichzeitig nimmt der Tiefdruckeinfluss zu. „In der Nacht von Samstag zu Sonntag zieht deshalb ein Frontensystem über der Nordsee auf und das führt zu zeitweiligem Niederschlag.“ Wie viel es dann regnet, konnte Tschapek noch nicht konkret sagen. „Da wird noch einiges simuliert. Und wenn das eintritt, dann war es das mit dem Rekord.“ 

Bisherige Rekorde aus 1962, 1996 und 2022

Die bisherigen März-Negativrekorde im Norden stammen übrigens aus 1962, 1996 und 2022. „1962 hat es im Landkreis Parchim-Ludwigslust im Grunde gar nicht geregnet, 1996 waren es in Hamburg-Fuhlsbüttel 5,9 Liter und 2022 wurden auf Fehmarn 2,4 Liter gemessen.“

Noch ein kurzer Blick auf die Temperaturen für das Wochenende: Die liegen im Norden tagsüber bei 10 bis 14 Grad, wobei der Sonntag ein wenig kühler ausfallen wird und es an den Küsten meist etwa zwei Grad kälter ist als im Binnenland. Nachts rutscht das Thermometer dann wieder Richtung 0 Grad. Gerade in Mecklenburg-Vorpommern und Teilen von Schleswig-Holstein ist teils sogar noch Bodenfrost möglich.

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