Zu Gast bei „Maischberger“: Carsten Maschmeyer warnt vor Elon Musk: „Er ist ein Staatsfeind“

Mit der Tech-Branche in den USA verbindet den Unternehmer Carsten Maschmeyer manche Investition. Was meint er also zu deren Anbiederung an Donald Trump? 

Der eine Milliardär warnt vor dem anderen: Carsten Maschmeyer, Investor, Unternehmer und TV-Gesicht, war am Dienstagabend zu Gast in der Talkshow von Sandra Maischberger. Und die wollte wissen, was Maschmeyer über Elon Musk denkt, Super-Milliardär, Raketen-Fan und Trump-Berater.

„Musk ist ein Staatsfeind, nicht im terroristischen Sinne, aber er hasst den Staat“, antwortete Maschmeyer. „Er hasst Regeln, er will den Staat abschaffen.“ Gut finde er aber, dass in den USA entbürokratisiert werden, „das brauchen wir in Deutschland auch“. Musk hat in der Trump-Regierung die Hauptaufgabe, den Staatsapparat zu entschlacken. 

Unter dessen Chef Donald Trump haben viele Leute aus der Tech-Branche scheinbar die Seiten gewechselt und hofieren den Präsidenten oder leisten ihm mindestens keine Gegenwehr. Bei seiner Vereidigung standen die Größen der Branche in der ersten Reihe. 

Das sagt Carsten Maschmeyer über Musk und Peter Thiel

Was Maschmeyer dazu meint, ist insofern interessant, dass er mit den neuen Trump-Freunden ein paar Überschneidungen hat. In manche Startups, in die er investierte, steckte etwa auch Peter Thiel Geld. Der gebürtige Deutsche ist einer der Gründer der Bezahl-App „Paypal“ und steht Donald Trump nahe. Bei „Maischberger“ wird er mit einer Aussage aus dem Jahr 2009 zitiert: „Ich glaube nicht länger daran, dass Freiheit und Demokratie kompatibel sind.“ 

Thiel wird oft mit libertären Ideen in Verbindung gebracht, zu deren Überzeugungen es etwa gehört, dass Regierungen die Wirtschaft ohne staatliche Eingriffe oder Sanktionen agieren lassen. Die individuelle Freiheit ist für sie das höchste Gut, solange damit nicht die Rechte anderer verletzt werden. Ob Thiel und manch andere Menschen aus der Tech-Branche die US-Demokratie abschaffen und aushöhlen wollen, fragte Maischberger an ihren Gast gerichtet.  

„Am liebsten ja“, antwortete Maschmeyer. „Das sind libertäre Multi-Milliardäre.“ Deren Denkweise beschreibt er so: „Der Stärkere hat alle Macht, die Schwächeren, die Ärmeren, die Kranken, die Behinderten sind selber Schuld.“ Die Tech-Elite sei „umgekippt. Die waren sehr demokratisch, bis auf Peter Thiel, der hat Trump ja schon vor acht Jahren unterstützt.“ 

Wichtig war es Maschmeyer, klarzumachen, dass er kein Staatsfeind ist: „Ich bin ein Profiteur des Staates. Ich hätte nicht Medizin studieren können, wenn ich nicht Bafög und Halbwaisen-Rente bekommen hätte.“ Sandra Maischberger machte sich aber offenbar etwas Sorgen, dass er in den USA nun als Staatsfeind gesehen werden könnte. Er hat dort Familie und ist oft in dem Land. Dort einzureisen würde sie ihm nach seinen Worten nicht empfehlen, sagte sie. „Wir werden sehen“, antwortete Maschmeyer. 

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