Gesundheit: Im Vergleich: viele Ärztinnen in Thüringer Arztpraxen

Die flächenmäßige Abdeckung mit Arztpraxen lässt in Thüringen zu wünschen übrig – doch an anderer Stelle hängt der Freistaat die meisten anderen Bundesländer ab.

Thüringen steht mit etwa 206 Ärztinnen und Ärzten trotz steigender Praxiszulassungen pro 100.000 Einwohner weit hinten im bundesweiten Ländervergleich. Betrachtet man nur die neuen Bundesländer, ist es etwas besser um die Versorgung der Thüringer bestellt – nur die Versorgungsdichte in Sachsen (222,7) ist höher, wie eine Auswertung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Schlusslicht in Deutschland ist Brandenburg mit 201,3 Ärzten und Psychotherapeuten je 100.000 Einwohner. 

Das Durchschnittsalter von Ärztinnen und Ärzten in Deutschland liegt der Auswertung zufolge bei 54,5 Jahren. Thüringen befindet sich mit etwa 52,9 Jahren knapp darunter und ist mit Sachsen-Anhalt das zweitjüngste Bundesland im Vergleich. Alle neuen Bundesländer schneiden hier laut Statistik besonders gut ab. Knapp 8,6 Prozent aller Thüringer Mediziner sind dabei jedoch älter als 65 und stehen kurz vor dem Ruhestand. 

Ein positives Bild zeigt sich bei der Hausarztdichte des Freistaates. Es kommen in Thüringen im Schnitt 68 Mediziner auf 1.000 Einwohner. Das Durchschnittsalter dieser ist nahezu identisch zum allgemeinen Alter der Ärztinnen und Ärzte in Thüringen. Jedoch steht hier ein leicht höherer Anteil (10,2 Prozent) kurz vor dem Ruhestand. 

Hoher Frauenanteil unter den Medizinern 

Besonders positiv fällt Thüringen in der Statistik des KBV in Bezug auf den Anteil weiblicher Ärzte auf. Mit 57,4 Prozent liegt der Anteil über dem der meisten Bundesländer, verhält sich jedoch ähnlich zu den Anteilen in den neuen Bundesländern allgemein.

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